Wildschweine haben die Gabe, sich auch unter schlechten Bedingungen zu vermehren, da sie extrem anpassungsfähig sind. So besetzen sie einfach Lebensräume, die selbst für sie eher ungeeignet sind, und passen ihre Lebensbedingungen kurzerhand darauf an, indem sie z.B. in Städte vordringen, um an Nahrung zu gelangen. Das Magazin „Welt der Wunder“ berichtet in dem Artikel „Warum wilde Schweine einfach schlauer sind“ (Ausgabe 10/2016, S. 21-24) darüber, dass das Schwarzwild dem Menschen weitaus überlegen ist, da es sowohl schlauer und stärker als auch mit 50 km/h viel schneller als der Mensch ist. Auch auf Fallen fielen die Schwarzkittel nur sehr schwer herein: Über Zäune springen sie beispielsweise einfach darüber oder rennen diese kurzerhand um. Laut einer Studie aus South Carolina brauche es im Durchschnitt 29 Arbeitsstunden, um ein einziges Wildschwein in eine Falle zu locken. Und da das allein nicht schon schwer genug sei, können die schlauen Schweine die erlernten Vermeidungsstrategien sogar ihrem Nachwuchs lernen.

Darum ist es wichtig, Vermeidungsstrategien einzusetzen, gegen die die Wildschweine keine Gewöhnungseffekte entwickeln.